Eine Stimme als die unmittelbarste musikalische Erfahrung, das Zischen und Rattern eines Computers und ein hyper-romantisch konzipiertes Streichinstrument verschmelzen zu einem schwankenden, posthumanistischen Klangkörper, der die Komplexität unserer Welt widerspiegelt: ein alles verschlingendes Mensch-Instrument-Maschine-System setzt sich in unaufhaltsame Bewegung.
Die Musik von OMNIVORE entsteht aus drei eigenständigen künstlerischen Identitäten, die aufeinander angewiesen sind, um gemeinsame Klangräume zu öffnen. Das Trio verschiebt die Rollen von Stimme, Cello und Elektronik und dekonstruiert so tradierte Erwartungen. Durch einen explorativen wie künstlerischen Prozess verwandeln sie die Bühne in einen Raum, in dem individuelle Hintergründe verschwinden und Platz für ein kollektives Klangerlebnis entsteht.