Diese performative Lecture untersucht das Konzept der Selbstsabotage – einen Begriff, der im Schnittfeld von künstlerischer Praxis, historischer Geste und philosophischer Reflexion liegt. Ausgehend von der Idee, dass Künstler:innen manchmal absichtlich Fehler, Brüche oder Unterbrechungen in ihren eigenen Prozess einführen, wird untersucht, wie solche Handlungen nicht als zerstörerisch, sondern als Öffnungen verstanden werden können – hin zu anderen Weisen des Hörens, Schaffens und Seins innerhalb der normativen Systeme künstlerischer Produktion.
Anhand persönlicher Performance-Beispiele, historischer Bezüge und theoretischer Überlegungen werden mögliche Formen künstlerischer Sabotage kartiert – gegen die Form, gegen die Erwartung, gegen das eigene Können. Was geschieht, wenn ein:e Performer:in das eigene Werk bewusst destabilisiert?
Die Präsentation wird auf Englisch gehalten.